Abschlusskonzert, Guarneri Trio Prag und Sao Soulez Larivière, Viola
Guarneri Trio Prag und Sao Soulez Larivière, Viola interpretieren erke von Beethoven und Schuhmann.
Guarneri Trio Prag und Sao Soulez Larivière, Viola interpretieren erke von Beethoven und Schuhmann.
Nach 39 Jahren in ursprünglicher Besetzung begeistert die unübertreffliche Mischung aus künstlerischer Reife und Ausdruckskraft, die das Guarneri Trio Prag durch seine langjährige musikalische Zusammenarbeit erlangt hat, immer wieder von neuem und ist die erfolgversprechende Voraussetzung für ein weiteres bedeutendes Zusammenwirken. Sào Soulez Larivière baut sich schnell eine blühende Karriere als vielseitiger Bratschist auf. Er fasziniert das Publikum mit seinem Spiel und seiner originellen Programmierung und bemüht sich, die Zugänglichkeit und Wahrnehmung klassischer Musik zu erweitern. Eine Reihe jüngster Wettbewerbserfolge haben seine internationale Karriere vorangetrieben, so gewann er den 1. Preis beim Prague Spring International Competition sowie Hauptpreise bei den Wettbewerben von Tokio, OskarNedbal, Max Rostal, Cecil Aronowitz und Johannes Brahms.
Erzherzog Rudolf, seit 1804 Ludwig van Beethovens Klavierschüler und späterer Freund und Gönner, ist u.a. Widmungsträger des Klaviertrios B-Dur op. 97, das bis heute den Beinamen „Erzherzogtrio“ trägt. Hier in seinem von sinfonischer Dimension geprägten letzten Klaviertrio lässt Beethoven, der geniale Meister, die gesangliche Melodik seiner neueren sinfonischen Werke einfliessen und erreicht damit unbekannte lyrisch-pastorale Effekte. Die Komposition verbindet in genialer Weise seine im Genre Klaviertrio gemachten Erfahrungen und Fortschritte. .Robert Schumann komponierte bis 1839 vor allem Klaviermusik. 1840, im Jahr seiner Eheschliessung mit Clara Wieck, die er nur dank einem positiven gerichtlichen Entscheid gegen den Widerstand des Vaters ehelichen durfte, entstand annähernd die Hälfte seines gesamten Lied-Schaffens. Nach dem intensiven Auseinandersetzen mit diesem Genre wandte er sich 1842 ganz der Kammermusik zu. Wie er aussagte, wollte er künftig nur noch Kammermusik mit Klavier schreiben, damit Clara immer dabei sein konnte. Zu Beginn jedoch komponierte er in dichter Folge drei Streichquartette op. 41, gefolgt vom Klavierquintett op. 44. Als letztes bedeutendes Werk entstand sein einziges Klavierquartett in Es-Dur op. 47. In nur fünf Wochen gelang ihm dieses Meisterwerk, das mit seiner überwältigenden musikalischen und emotionalen Ausdruckskraft zu den absoluten Höhepunkten im Schaffen des Komponisten zählt. Die Erstaufführung im Gewandhaus Leipzig mit Clara Schumann am Klavier fand erst zwei Jahre nach Vollendung des Werkes statt, am 8. Dezember 1844. In der dazwischen liegenden Zeit wurde das Klavierquartett jedoch mehrmals bei privaten Konzerten aufgeführt und danach revidiert. Felix Mendelssohn hatte bei diesen «Verbesserungen» einen beachtlichen Einfluss. Mit dem Klavierquartett und Klavierquintett brach Schumann mit der von Beethoven und Schubert überlieferten Tradition und bildete neue und innovative Strukturen.
17:30 - 19:30