Cembalo-Duo, Melanie & Sergio Flores, Cembalo
Das Konzert mit zwei Cembalo beinhaltet Werke von Corelli, Bach, Marquez, Naumann, Moncayo und Poccerini.
Das Konzert mit zwei Cembalo beinhaltet Werke von Corelli, Bach, Marquez, Naumann, Moncayo und Poccerini.
Der Aufstieg zu höchsten Ehren verdankte der Geigenvirtuose und Komponist Arcangelo Corelli seinem treuen Mäzen und Freund, dem päpstlichen Vizekanzler Ottoboni, in dessen Palast in Rom er lebte. Dort komponierte er seine berühmten zwölf Concerti grossi, opus 6, deren Druckausgabe er noch selbst vorbereitete. Der englische Musikgelehrte Charles Burney schrieb Ende des 18. Jh. über die Concerti grossi von Arcangelo Corelli: «Die Harmonien sind so rein, so reich und wohltuend, die Stimmen sind so klar, genial und mit Bedacht angeordnet und die Wirkung des Ganzen, von einem grossen Orchester, ist so majestätisch, dass sie jede Kritik ausschliessen und uns vergessen lassen, dass es noch andere Musik derselben Art gibt». Der zweitjüngste Bach-Sohn, Johann Christoph Friedrich, auch Bückeburger Bach genannt, schuf mit seiner zweisätzigen Sonata A-Dur eine der ersten vierhändigen Klaviersonaten. Sie ist vielfarbig, stilistisch überzeugend und überlässt den Spielern freie Improvisationsmöglichkeiten, was bis weit ins 19. Jh. Bestandteil der Solistenkonzerte war. Danzón Nr. 2 von Arturo Marquez ist eines der beliebtesten und am häufigsten aufgeführten zeitgenössischen klassischen Werke Mexikos. Es verbindet nostalgische Melodien und wilde Rythmen wie wir es in populären Tänzen antreffen. Marquez widmete das Werk seiner Tochter Lily. Johann Gottlieb Naumann war in Schweden und Dänemark ein hochgeschätzter Komponist. Nach seinem Tod geriet er weitgehend in Vergessenheit. Erst im 20. Jh. erlebten seine Werke eine Renaissance. Sein dreisätziges Concerto per due Cembali ist eine Wiederentdeckung. José Pablo Moncayo, ein Schlagzeugspieler und Dirigent, komponierte 1941 das Huapango, das auf der populären Musik der Region Veracruz am Golf von Mexiko basiert. Er erinnert sich, dass er zusammen mit einem Komponistenkollegen nach Alvarado reiste, einem der Orte, an denen die Volksmusik in ihrer reinsten Form bewahrt wird. «Wir sammelten mehrere Tage lang Melodien, Rhythmen und Instrumentierungen», erinnerte sich Moncayo gegenüber einem seiner Schüler. «Die Transkription war sehr schwierig, da die Huapangueros dieselbe Melodie nie zweimal auf dieselbe Weise sangen. Der Italiener Luigi Boccherini erhielt während einer Konzertreise nach Paris eine Einladung an den spanischen Königshof. Nicht nur die iberische Musik, sondern auch das Spiel von Licht und Schatten, beeinflussten seinen Kompositionsstil. Unter den acht Gitarrenquintetten von Boccherini ist das 1788 komponierte Quintett D-Dur G. 448, bekannt
als «Fandango», eines der beliebtesten. Dieser populäre andalusischer Instrumentaltanz, der auch gesungen werden kann, trägt die typischen Merkmale der spanischen Rasgueado-Technik und überrascht durch einen energischen Stil. Andreas Staier hat die Bearbeitung des Quintetts für zwei Cembali arrangiert.
17:30 - 19:30